Heir einige Infos zum Fahrplan der EU in Sachen nachhaltige Mobilität:
In China und anderen Ländern mit hohem Wachstum, die eine weniger strenge Gesetzgebung zur Luftreinhaltung als die EU haben, ist ein starker Anstieg privater Verkehrsmitteln festzustellen. Dieser Erfolg gibt Anlass, sich über die Umweltauswirkungen – wie Staubildung, Luftverschmutzung, durch Fahrzeugnutzung bedingte Krankheiten und Lärmbelastung – ernsthaft Sorgen zu machen.
Hinzu kommt, dass 90 Prozent des Straßen-, Schienen-, Luft- und Seeverkehrs von Öl abhängig sind, obwohl diese Rohstoffquelle langsam versiegt. Nach 100 Jahren Erdölgewinnung werden nur noch wenige neue Erdölreserven gefunden. Sollte das Angebot zurückgehen und die Nachfrage weiterhin ansteigen, wird die Welt einen ernsten Ölmangel erleben. Dies könnte auch, Experten zufolge, zu einem erheblichen Anstieg der Ölpreise führen.
Diese Erwägungen haben die EU dazu veranlasst, das Ziel der Entkoppelung von Wirtschafts- und Verkehrswachstum
zu formulieren. Die EU hat bereits Gesetzesentwürfe- und initiativen vorgelegt, die den Umstieg auf umweltverträglichere Autos vorantreiben, und gleichzeitig nachhaltige Beförderungsmittel und den Umstieg auf andere Verkehrsmittel (Züge, Binnenschifffahrt, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder), fördern sollen (siehe auch unser LinksDossier zur nachhaltigen Mobilität).
Das Interesse an umweltverträglicheren Fahrzeugen und Treibstoffen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Ausstoß aus Benzin- und Dieselmotoren ist im Laufe des letzten Jahrzehnts, nicht zuletzt aufgrund der EU-Gesetzgebung, erheblich zurückgegangen und wird auch künftig weiter zurückgehen.