Politik


bankwatch.jpgEIB-Gelder von 1996 – 2005: unklug verteilt??

„Lost in Transportation“. Ein Titel, unter dem der Bericht einer NGO namens „CEE Bankwatch Network“ im März 2007 veröffentlicht wurde. Der Autor dokumentiert die Verwendung von 112 Millionen Euro, durch die Europäischen Investitionsbank (EIB).

Genauer gesagt, die Summe, die im Zeitraum von 1996 bis 2005 in europäische Transport-Aufgaben investiert wurde.

Yet, as this report details, the EIB’s transport related operations follow the EU’s transport policy selectively at best, and more often jeopardize than contribute to the achievement of specific Community commitments such as those on combating climate change or limiting the environmental impacts of the transport sector.”

Ein Zitat aus der Einleitung als kleiner Vorgeschmack auf das Dokument, das im Netz zum ansehen oder herunterladen bereit steht:

http://bankwatch.org/documents/lost_in_transport.pdf

Fazit des Berichts: Die zur Verfügung gestellten Mittel wurden anders eingesetzt, als man sich das zu Zeiten des Klimawandels wünscht. Recherchen haben ergeben, dass die EIB der Auto-Industrie einen dreimal so hohen Betrag leiht als sie den restlichen industriellen Transport-Sektoren zukommen überweist.

31% der gesamten EIB-Gelder flossen, so der Bericht, weltweit in die Automobil-Branche. Das finden die Autoren unfair und mahnen an:

Die Verteilung der Mittel wurde den Transport-Prioritäten der EU vorne und hinten nicht gerecht, weil die EIB die fortschrittlichsten, umweltschonendsten Transportmittel – den Schienenverkehr und das öffentliche Transportwesen allgemein – vernachlässigt habe. Auch die vom EIB ermöglichte Investitionen in den Luftfahrt-Sektor als „already heavily subsidised and the fastest-growing source of CO2 emissions in the EU“ seien fernab von EU-Interessen und einer gerechten Verteilung nach umweltpolitischen Maßstäben. Die Fluggesellschaften bekamen demnach die größten Stückchen des Kuchens ab.

Eigentlich sollten die Fördergelder ganz anders verteilt werden.

Die Förderung der Schienenwege, der öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten, des intermodalen Transport und der Investition in die Forschung und Entwicklung umweltschonender und sicherer Technologien - das sei das Paket, was die EIB finanziell zu tragen habe, findet die kritische NGO.

Richtig so, oder?

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„Mit dem Boot da! Nee! Damit fahre ich nicht. In so ner Nussschale doch nicht!“ meinte meine Freundin Jenny damals bei Klassenausflug im Hamburger Hafen. Empört drehte sich darauf ein bäriger Mann im Strickpulli zu uns um: „Boaarkasse heißt doas!“ Von jenem Tag an wussten wir ein für alle Mal, dass die Nussschale keine Nussschale ist, sondern eben eine Barkasse.

Für uns war es damals etwas besonderes, dass wir mit dem Boot fahren wollten. Denn die gewöhnliche Landratte vergisst die Schifffahrt als mögliche Variante der Fortbewegungsweise schon einmal. Autofahrt, Bahnfahrt, Busfahrt und Radfahrt zieht sie eigentlich eher in Betracht. Abgesehen von Ausflugstouren und Seevergnügen der besonderer Art bewegen sich im Großen und Ganzen doch eher Güter als Menschen auf dem Meer. Ganz anders sieht es da beim Güterverkehr aus. Die Container-Schifffahrt boomt. Nicht nur die Weltflotte und die Schiffe sind so groß wie noch nie, sondern auch die Häfen platzen aus allen Nähten.

Die Containerbranche zählt zu den florierendsten Wirtschaftzweigen der letzten Jahre. In den weltgrößten Containerhäfen Hongkong und Singapur werden im Jahr mehr als 23 Millionen TEU (20-Fuß Standard-Container) umgeschlagen. Und die Häfen wachsten ständig weiter. Der Hamburger Hafen, mit 8,9 Millionen TEU Jahresumschlag in 2006 der achtgrößte Containerhafen der Welt, legt beim Containerumschlag ständig in zweistelligen Raten zu.

Hier einige Zahlen zur europäische Schifffahrt:

  • 25% der Weltflotte segelt unter der Flagge eines EU-Mitgliedstaates.
  • Insgesamt 40% der Flotte wird von den EU-Unternehmen kontrolliert, fast 90% der Exportgüter und 40% der innereuropäischen Güter werden auf dem Seewege transportiert.
  • Ungefähr 1 Milliarde Tonnen Erdöl passieren Jahr EU-Häfen und europäische Gewässer.
  • Jährlich werden 350 Millionen Passagiere von europäischen Schiffen befördert.

http://www.euractiv.com/de/verkehr/sicherheit-seeverkehr/article-157064

Und – die Schattenseite der Seefahrt: Jährlich verunglücken über 1000 Schiffe und 3000 Menschen kommen ums Leben.

Wenn Schiffe gegen internationale Sicherheitsregeln verstoßen und tonnenweise Dreck zu Wasser lassen, hat das verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und schädigt die Fischerei- und Tourismusbranche. 2002 geriet der Tanker „Prestige“ vor der Spanischen Küste in Seenot. Er verlor mehr als 63.000 Tonnen Schweröl und verursachte die bislang schlimmste Umweltkatastrophe Spaniens.

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Luftaufnahmen von schwarzen Ölteppichen hat man da vor Augen. Neuerdings versucht die EMSA – die Europäische Agentur zur Sicherheit des Seeverkehrs – mit Satellitenbildern, Sündenböcke aufzuspüren und zur Verantwortung zu ziehen. Zu spät für die Umwelt natürlich, aber zur Vermeidung Minderung der Verschmutzungen allgemein sicherlich ein kleiner Schritt nach vorn.

Kreuzfahrtschiffe! Die schwimmenden Komfort-Hotels und deren Auswirkungen auf das Klima sind wieder ein neuer Themenabschnit…

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…Jogi, Daniel und Martin?

Sie waren gerade erst im Topkapi Palast, den sie „riesige Chill-Out-Area für Sultane“ nennen. Und sie schreiben fleißig an ihrem InterRail-Blog, der durch amüsante Fotos und Texte von ihrer Türkei-Reise erzählt. (Wobei Türkei reisende Jugendliche derzeit ja Stoff für ausufernde Debatten liefern…)

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http://interrail2007.skyrock.com/

Jedenfalls geben die drei Urlauber Anlass, einmal einen Blick auf die Tradition InterRail, den Abenteuer-Trip im europäischen Schienennetz zu werfen.

Was gibt es da nicht alles: wahre Interrail-Fan-Seiten in alle Sprachen, Tipps und Links bringen junge Weltenbummler zusammen. Wenn man ab heute ein paar Wochen Ferien hätte, könnte man unter anderem den Railpass Australien oder die Neuseeland-Kiwi-Experience mitnehmen.

Der Interrail Global Pass zum Beispiel gilt für verschiedene Bahnunternehmen in dreißig europäischen Ländern. Zu den teilnehmenden Bahnunternehmen gehört auch, laut Auflistung, die Attica Schifffahrtsgruppe.

http://www.interrail.net/

Man findet sie ziemlich mutig, die Mädchen, die hier im Forum von ihrer Reise ohne Begleitung berichten. Oder Menschen, die gut gelaunt 49 Stunden im Bus von London nach Estland sitzen, um dann quer durch Osteuropa zu fahren.

It would involve some prettty long uncomfortable journeys, but i get the impression it would be an insanely rewarding experience“, schreibt die Reisende dazu.

Für alle, die das mal nachmachen wollen…. noch ein Beitrag aus dem Netz:

  • 35 Jahre gibt es nun schon das Konzept InterRail. Seitdem sind unzählige vor allem junge, mittellose Menschen mit dem Bahnticket quer durch Europa getingelt und haben den Campingplätzen und Jugendherbergen volle Kassen beschert. Auch ich, als jemand der öffentliche Verkehrsmittel eigentlich generell ablehnt, muss gestehen, dass das ja auch eine feine Sache ist, dieses günstige Reisen per Bahn. Man ist relativ flexibel, lässt sich bequem überall hin karren man kann das Auto getrost zu Hause lassen, was weniger stresst und dazu noch die Umwelt erfreut. Jetzt….

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    http://www.traveliq.de/blog/2007-04-16/allgemein/interrail-per-mausklick/

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    Zum Abschluss kann man noch online Trainspotting betreiben, wenn man will. Das europäische Schienennetz ist eine spannende Sache…

    http://www.bueker.net/trainspotting/maps.php

    Eine von berlinpolis in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage hat ergeben, dass 62 Prozent der Bürger bereit sind, mehr als bisher für die Nutzung von Auto, Bahn, Flugzeug oder anderen Verkehrsmitteln zu bezahlen, wenn das Geld vor allem dem Klimaschutz zugute käme. 89 Prozent aller Befragten sind dafür, dass besonders klimafreundliche Verkehrsmittel bei der Mehrwertsteuer begünstigt werden sollten, 66 Prozent befürworten eine Flugbenzinsteuer. Eine Erhöhung der Ökosteuer bei Auto-benzin lehnen dagegen vier Fünftel aller befragten Bürger ab (80 Prozent), auch eine Autobahn-Maut für Pkw lehnt die Mehrheit (63 Prozent) ab. Die Umfrage zeigt, dass die Bürger bereit sind, aktiv etwas für den Umweltschutz zu unternehmen. Diese Bereitschaft muss die Politik aufnehmen.

    berlinpolis Umfrage zum Klimaschutz